Domain zu EuroVDC transferieren (EPP-/Auth-Code)

Wissensdatenbank

Domain zu EuroVDC transferieren (EPP-/Auth-Code)

Domain zu EuroVDC transferieren (EPP-/Auth-Code)
Domänentransaktionen 5 Min. Lesezeit

Entsperren Sie Ihre Domain beim bisherigen Registrar, rufen Sie den EPP-/Auth-Code ab und starten Sie den Transfer zu EuroVDC. Der Leitfaden erklärt Bestätigung, Kosten, Dauer, DNS-Kontinuität und die 60-Tage-Sperre.

Was ein Domaintransfer tatsächlich ändert

Ein Domaintransfer verschiebt die Verwaltung Ihrer Domain vom bisherigen Registrar zu EuroVDC. Website-Dateien, Postfächer und die DNS-Zone werden dadurch nicht automatisch umgezogen. Nach Abschluss verwalten Sie Verlängerung, Kontaktdaten und Registrar-Funktionen bei EuroVDC; Hosting und E-Mail bleiben eigenständige Dienste. Diese Trennung ist wichtig, um den Umzug ohne unnötige Unterbrechung zu planen.

EuroVDC ist ein in der EU registrierter Registrar mit USt-IdNr. BG208006418, Infrastruktur bei Neterra in Sofia, DSGVO-orientierten Abläufen und mehr als 91 unterstützten TLDs. Prüfen Sie Übertragbarkeit und aktuellen Preis im Transferformular, denn Registrierungsstellen können je nach Endung abweichende Regeln anwenden.

Voraussetzungen vor dem Start

  • Die Domain muss aktiv und noch nicht abgelaufen sein. Beginnen Sie nicht erst am letzten Tag der Laufzeit.
  • Deaktivieren Sie beim bisherigen Anbieter Registrar Lock/Transfer Lock. Der WHOIS-/RDAP-Status clientTransferProhibited weist normalerweise auf eine aktive Sperre hin.
  • Prüfen Sie die häufige 60-Tage-Sperre nach ICANN-Regeln nach Neuregistrierung oder vorherigem Transfer. Auch bestimmte Änderungen der Inhaberdaten können eine Sperrfrist auslösen.
  • Stellen Sie sicher, dass die E-Mail-Adresse des Domaininhabers erreichbar ist. Dorthin kann die FOA- oder Transferbestätigung gesendet werden.
  • Dokumentieren Sie Nameserver, DNS-Einträge, DNSSEC-Status sowie abhängige Web- und E-Mail-Dienste.
  • Fordern Sie beim bisherigen Registrar den EPP-, AuthInfo-, Authorization- oder Transfercode an und behandeln Sie ihn wie ein Passwort.
Schritt 1 – Beim bisherigen Registrar: Schalter Domain Lock oder Transfer Lock.

Deaktivieren Sie die Sperre und warten Sie auf „Unlocked“. Die Registry kann den Status etwas später aktualisieren als das Kundenpanel.

Schritt 2 – Beim bisherigen Registrar: Get EPP Code, Auth Code oder Transfer Out.

Der Code wird angezeigt oder an die Inhaberadresse geschickt. Übernehmen Sie Groß-/Kleinschreibung und Sonderzeichen exakt und senden Sie ihn nicht per Support-E-Mail.

Transfer bei EuroVDC einleiten

  1. Öffnen Sie den EuroVDC-Domaintransfer oder melden Sie sich im Kundenbereich an und wählen Sie den Domaintransfer.
  2. Geben Sie die Domain ohne Subdomain ein, beispielsweise beispiel.de, und prüfen Sie Schreibweise und Endung.
  3. Tragen Sie den EPP-/Auth-Code unverändert ein. Er kann zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheiden und Sonderzeichen enthalten.
  4. Kontrollieren Sie im Warenkorb Transferprodukt, TLD, Inhaberdaten und Live-Preis. Wählen Sie Zusatzoptionen nur bei Bedarf.
  5. Schließen Sie die Bestellung ab und verfolgen Sie den Status im Kundenbereich. „Pending“ kann eine laufende Bearbeitung bedeuten und ist nicht automatisch eine Ablehnung.
  6. Suchen Sie in Posteingang und Spam nach FOA/Transferfreigabe. Prüfen Sie Domain und Absender und bestätigen Sie fristgerecht.
Schritt 3 – Im EuroVDC-Formular: Felder für Domain und EPP-/Auth-Code.

Zusätzliche Leerzeichen oder Anführungszeichen beim Kopieren führen häufig zur Meldung „invalid auth code“.

Schritt 4 – In der Bestellübersicht: Endung, Transferpreis und Laufzeit.

Der Preis entspricht meist einer Jahresverlängerung; bei Standardtransfers kommt üblicherweise ein Jahr hinzu. Maßgeblich ist jedoch die Regel der jeweiligen Registry.

Schritt 5 – In Ihrer E-Mail: FOA oder Transfer Authorization.

Bestätigen Sie nur einen vertrauenswürdigen Link für die richtige Domain. Eine ausbleibende Bestätigung oder explizite Ablehnung stoppt den Vorgang.

Kosten, Restlaufzeit und Bearbeitungsdauer

Die Transfergebühr entspricht in der Regel einer Jahresverlängerung. Die vorhandene Laufzeit bleibt normalerweise erhalten; bei geeigneten Endungen wird ein Jahr ergänzt. Kurz zuvor erfolgte Verlängerungen, Erstattungen automatischer Verlängerungen, Premium-Domains und Länderendungen können abweichen. Prüfen Sie vor der Zahlung immer Preis und Laufzeit im Warenkorb.

Bei gültigem Code, aufgehobener Sperre und vollständiger Bestätigung dauert der Transfer typischerweise 5–7 Werktage. Der bisherige Registrar kann früher freigeben, eine Registry kann jedoch ihre Wartefrist anwenden. Die Angabe ist keine Garantie. Bleibt der Status unverändert, kontrollieren Sie Nachrichten im Kundenbereich, die Inhaber-E-Mail, den Sperrstatus und die Gültigkeit des Codes.

Bleiben Website und E-Mail erreichbar?

Solange die Nameserver unverändert bleiben, werden DNS-Einstellungen normalerweise beibehalten. Website und E-Mail funktionieren daher meist weiter. Ändern Sie Registrar und DNS-Anbieter möglichst nicht gleichzeitig: Notieren Sie zuerst alle NS-Werte, schließen Sie den Transfer ab und planen Sie eine DNS-Umstellung separat.

Nutzt die Domain einen kostenlosen DNS-Dienst des alten Registrars, klären Sie, ob dieser nach dem Transfer bestehen bleibt. Löscht der Anbieter die Zone, kann die Auflösung trotz zunächst gleicher NS-Namen ausfallen. Exportieren Sie deshalb A-, AAAA-, CNAME-, MX-, TXT- und weitere benötigte Einträge und bereiten Sie die Zielzone vor. Bei DNSSEC müssen DS-Einträge und Signierung zusammenpassen.

ÄnderungFür Transfer nötig?Empfehlung
Registrar-Sperre aufhebenJaStatus vor Eingabe des Codes kontrollieren.
EPP-/Auth-Code abrufenBei den meisten TLDsNur in das vertrauenswürdige Formular eingeben.
Nameserver ändernNeinZur Risikoreduzierung separat planen.
Hosting-Dateien verschiebenNeinHosting-Migration ist ein eigenes Projekt.
FOA bestätigenMeistensPosteingang und Spam überwachen.

60-Tage-Regel und häufige Ablehnungen

Viele generische TLDs dürfen nach Neuregistrierung oder einem vorherigen Transfer gemäß ICANN-Regeln 60 Tage lang nicht erneut übertragen werden. Bestimmte Inhaberänderungen können ebenfalls eine Frist starten. EuroVDC kann diese Registry-Sperre nicht umgehen. Lassen Sie sich bei Unklarheit das exakte Enddatum vom bisherigen Registrar nennen.

  • Ungültiger EPP-/Auth-Code: Neuen Code erzeugen, Leerzeichen entfernen und auf Widerruf des alten Codes prüfen.
  • Domain gesperrt: Registrar Lock deaktivieren und Statusaktualisierung abwarten.
  • FOA nicht bestätigt: Inhaberadresse und Spam prüfen; veraltete Kontaktdaten sicher aktualisieren.
  • 60-Tage-Sperre: Ablauf abwarten und notwendige DNS-Arbeiten weiterhin beim aktuellen Anbieter erledigen.

.tr-Domains und TRABIS

Für .tr-Domains können von generischen TLDs abweichende TRABIS-Verfahren gelten. Gehen Sie nicht ungeprüft von einem reinen EPP-Ablauf aus. Der englische Beitrag TAKİL and TAKAL for .tr Domain Extensions erläutert die Sicherheitsmechanismen. TAKİL und TAKAL können andere Vorgänge schützen als eine gewöhnliche Transfersperre.

Checkliste nach dem Transfer

  1. Prüfen Sie im Kundenbereich, dass die Domain bei EuroVDC aktiv ist.
  2. Kontrollieren Sie Ablaufdatum und die gemäß TLD-Regel erwartete Zusatzlaufzeit.
  3. Vergleichen Sie die Nameserver mit Ihrer Dokumentation.
  4. Testen Sie Root-Domain, www sowie ein- und ausgehende E-Mails.
  5. Validieren Sie bei DNSSEC die DS-Einträge und Vertrauenskette.
  6. Prüfen Sie Inhaber-, Verwaltungs- und Rechnungskontakte und legen Sie Auto-Renew fest.
  7. Löschen Sie temporäre Notizen mit dem EPP-Code und aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Dauert die Bearbeitung ungewöhnlich lange, senden Sie Domain, Zeitpunkt und sichtbaren Status an support@eurovdc.eu. Übermitteln Sie niemals EPP-/Auth-Code oder Kontopasswort per E-Mail.

In sozialen Medien teilen

Domain zu EuroVDC transferieren (EPP-/Auth-Code)