Der Standardablauf
Laut ICANN-Regeln müssen gTLD-Transfers (.com, .net, .org, .info usw.) innerhalb von 5 Tagen abgeschlossen sein. In der Praxis dauert es meist 2–5 Tage. Länderspezifische Endungen (.de, .bg) folgen eigenen Registrar-Regeln und können zusätzliche Verifizierungsschritte erfordern.
Wo Transfers stecken bleiben
1. Falscher Auth-Code
Sie benötigen den EPP- (Auth-)Code Ihres aktuellen Registrars. Dieser Code unterscheidet Groß- und Kleinschreibung. Beim Kopieren und Einfügen alle Leerzeichen davor und danach entfernen – diese sind unsichtbar und führen zur sofortigen Ablehnung.
2. Registrar-Sperre
Die meisten Registrars sperren Domains automatisch. „Transfer Lock" oder „Registrar Lock" muss vor der Einleitung deaktiviert sein. Das dauert 5 Sekunden im Kontrollpanel, wird aber häufig vergessen.
3. Bestätigungs-E-Mail kommt nicht an
Bei Transfer-Einleitung sendet der alte Registrar eine Bestätigungs-E-Mail an die WHOIS-Adresse. Ist diese alt oder inaktiv, wartet der Transfer 5 Tage und schließt dann automatisch ab. Halten Sie Ihre WHOIS-E-Mail stets aktuell.
4. Die 60-Tage-Regel
Wurde eine Domain in den letzten 60 Tagen registriert oder transferiert, kann sie nicht erneut transferiert werden. ICANN-Regel, keine Ausnahmen.
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Geht meine Website während des Transfers offline?
Nein. Ein Domain-Transfer ändert nur, welcher Registrar die Domain verwaltet – nicht die DNS-Einstellungen. Ihre Website läuft während des gesamten Transfers weiter. Ein kurzer Ausfall droht nur, wenn Sie nach dem Transfer DNS-Einträge zum neuen Registrar umziehen müssen.
Was, wenn mein Registrar den Auth-Code verweigert?
Registrare sind nach ICANN-Richtlinien verpflichtet, den Auth-Code auf Anfrage bereitzustellen. Lehnen sie ab oder verlangen eine Gebühr, ist das ein ICANN-Richtlinienverstoß. Eine Beschwerde bei ICANN wird typischerweise innerhalb von 2–3 Werktagen gelöst.